Ulli Kinalzik
“Aus Böse wird lustig”
Interview mit Ulli Kinalzik von Andreas Hardt
Mit der erneuten Verpflichtung von Ulli Kinalzik wurde für vieleFreunde der Segeberger Bühne eine überraschende Lösung für die Frage, wer in der Rolle des Sam Hawkens dem Segeberger Veteran Jochen Baumert folgen sollte präsentiert. Ulli Kinalzik (68 Jahre) darf sich zu den erfahrensten Fernsehdarstellern Deutschlands zählen und ist auch seit vielen Jahren erfolgreich mit unterschiedlichen Theaterstücken auf den Bühnen des Landes erfolgreich. Lange Jahre auf das Schurkenimage festgelegt, konnte Kinalzik doch immer wieder in anderen Rollen überzeugen. Beleg hierfür sind die drei völlig unterschiedlichen Rollen, die er in seinen bisherigen Spielzeiten in Bad Segeberg zu spielen hatte: Oberschurke Santer, Bärenjäger Baumann und nun Sam Hawkens. Sein erstes Engagement am Kalkberg liegt nunmehr 25 Jahre zurück: 1982. So ist es für mich auch wie ein Ausflug in die eigene Vergangenheit als mir von der Pressestelle der Interviewtermin bestätigt wird. Kinalzik gehört zu meinen persönlichen Erinnerungen gemeinsamer Fernsehabende mit den Eltern: in jeder nennenswerte deutschen Fernsehserie der 70er und 80er Jahre war er zu sehen, Derrick, Der Alte, Tatort, Ein Fall für zwei, Schwarzwaldklinik, Das Traumschiff… die Aufzählung könnte noch vielfach ergänzt werden. Unmittelbar nach einer Nachmittagsvorstellung durfte ich mich mit Ulli Kinalzik unterhalten. Als er aus der Umkleidekabine kommend auf mich zutritt fällt mir die unglaubliche Vitalität auf, die dieser Mann verbreitet. Blitzende Augen, ein freches Grinsen, sportlich! Abseits der üblichen Betriebsamkeit der Hinterbühne konnte ich Einblick nehmen in den großen Erfahrungsschatz dieses erfahrenen Schauspielers.
WWR: Beginnen wir mit einem Ausflug in die Vergangenheit um die Gegenwart zu betrachten. Wie kam es zu ihrer ersten Verpflichtung 1982 in Bad Segeberg?
UK: Ich habe 1969 einen Kinofilm gedreht, „Todesschüsse am Broadway“. Es handelte sich um einen Kriminalfilm rund um die Figur des FBI Agenten Jerry Cotton die auf einer damals wie heute sehr populären Romanreihe basierte. In diesem Film wirkte auch Klaus-Hagen Latwesen mit und wir lernten uns persönlich näher kennen. Ende 1981 kontaktierte und engagierte er mich dann.
WWR: Ihnen ist etwas gelungen, was nur wenige in der langen Geschichte der Karl May Spiele für sich in Anspruch nehmen können: sie haben mit drei verschiedenen Winnetou-Darstellern gearbeitet!
UK: Das ist das eine! Außerdem aber habe ich in drei völlig unterschiedlichen Rollen gespielt!
WWR: Wie erklären sie sich das?
UK: Sicherlich eine Frage des Alters. Erst im Laufe der Zeit, nachdem man vielleicht auch aus einer gewissen Schublade herausgekommen ist, trauen einem die Leute zu, in unterschiedlichen Rollen gut und erfolgreich zu sein.
WWR: Ist es für einen Schauspieler schlecht auf ein bestimmtes Image festgelegt zu sein?
UK: Nicht unbedingt. Gerade die Schurkenrollen bieten einem Schauspieler die Möglichkeit, sehr facettenreich zu spielen. In diesen Rollen steckt mehr Potenzial und Farbe! Auf die Dauer wird es doch langweilig, immer nur der Assistent irgendeines Kommissars zu sein.
WWR: Mit Vielseitigkeit agieren und trotzdem ein gewisses Image tragen.
UK: (grinsend) Meine Mutter hat mir immer vorgeworfen: Musst du immer so böse spielen? Aber für mich hatte dies eben etwas Gutes! Wenn sie dies schon so empfand, dann muss ich die Rolle ja gut gespielt haben!
WWR: Gab es trotz aller Varianten in den Stoffen auch Rollen die sie abgelehnt haben?
UK: Ja! Vor allen Dingen Stoffe, in denen es um Vergewaltigung und Gewalt gegen Kinder ging. Derartige Rollen kommen nur in Frage, wenn es sich um ein psychologisch auch ausgefeiltes Buch oder Stück handelt, in dem so ein Thema keinesfalls bagatellisiert wird.
WWR: Wie konnten sie sich im Laufe der Zeit von diesem Schurkenimage lösen?
UK: In dem ich gezielt andere Rollen ausgesucht und angenommen habe. Das war nicht einfach. Meine eigene Agentin hat mich damals am Kuhdamm in einer ungewohnten Rolle in einem Theaterstück gesehen und hinterher zugegeben, dass sie mir das nie zugetraut hätte. Da war ich schon ein wenig beleidigt: ich bin Schauspieler und Profi! Warum sollte ich nicht vielseitig sein?
WWR: Nachdem sie 1982 den Oberschurken Santer am Kalkberg gespielt haben, kehrten sie dann 2004 ja auch in einer ganz anderen Rolle zurück…
UK: Man hatte hier in Bad Segeberg auch offensichtliche Probleme mit der Vorstellung, mich inder Rolle einer „guten“ Figur zu besetzen. (lacht) Aber das lag wohl eher daran, dass man die Veränderungen rund um meine Person nicht aufmerksam beobachtet hat.
WWR: Sollte es nicht das Bestreben eines jeden Schauspielers sein, nicht in ein Rollenklischee zu geraten.
UK: Ja und nein. Bitte bedenken Sie, dass es in den 50er und 60er Jahre international gängige Praxis war, dass große Studios ihre großen Stars auf ein gewisses Image festlegten und ihnen nur entsprechende Produktionen ermöglichten. Dies hat sich erst im Laufe der Zeit verändert. Glänzende Beispiele sind für mich Robert DeNiro und in noch größerem Maße Dustin Hoffmann. Von der seichten Komödie über Thriller und Science Fiction konnte er schon in fast allen Genre überzeugen. So etwas war eben früher gar nicht gewünscht und jeder Darsteller stand für gewisse Themen und Werte.
WWR: Nun also die eher humorvolle Rolle des Sam Hawkens …
UK: Offensichtlich konnte ich ja 2004 erfolgreich beweisen, dass ich auch in einer ganz anderen Rolle als der des Schurken am Kalkberg überzeugen kann.
WWR: Dabei ist ihnen ja die Mitwirkung in Komödien durchaus vertraut.
UK: Hier muss man natürlich berücksichtigen, dass viele Menschen Komödie und Klamauk unberechtigt gleichsetzen. Ich bin kein Grimassenschneider und bediene auch nicht die Schenkelklatscher. Ich identifiziere mich eher mit Situationskomik und gepflegtem Humor. Ich möchte hierfür ein Beispiel nennen: Cary Grant. Sicherlich einer der bestaussehensten Darsteller Hollywoods, distinguiert im Auftreten, ein echter Gentleman. Aber wie komisch konnte der Mann sein mit seiner Art, Situationskomik erfolgreich auszuspielen. In Deutschland reduziert man Humor zu häufig auf „Hosenrunterlassen“ und ähnlichen Klamauk. So etwas halte ich für falsch.
WWR: So ist Sam Hawkens in diesem Jahr ja auch nicht der Stichwortgeber für irgendwelche Klamaukszenen oder gar selbst der Komiker.
UK: Stefan Tietgen war auch erst sehr unsicher ob ich mir den Hawkens überhaupt vorstellen könnte. Aber ich habe natürlich sofort zugesagt denn für mich bestand der Reiz darin es einfach anders zu machen. Sam Hawkens ist ein Mann, der Bescheid weis! Der lebt seit mehr als einem Jahrzehnt in der Wildnis, hat überlebt, hat Grips, kann mit Faust und Waffe umgehen. Das muss also ein gestandener Mann sein, der trotzdem seine persönliche Skurrilität besitzt. Diese prägt sich dann aber in seiner Art zu sprechen und zu handeln aus. Ein bestes Beispiel hierfür ist sein immer wiederkehrender Spruch „Wenn ich mich nicht irre!“ sowie sein Lachen, dass ich aber wiederum auf meine eigene Art bringe.
WWR: Haben sie sich Aufnahmen ehemaliger Hawkens-Darsteller zur Vorbereitung angesehen?
UK: Nein, habe ich nicht. Dafür bin ich zu eigenständig. Die Filme habe ich zwar gesehen. Aber Ralf Wolter ist ein so ganz anderer Schauspieler als ich, dass sich jede Form der Kopie von selbst verbietet. Es ist wie mit einem Lied: Jeder Sänger, jeder Musiker variiert es in seiner eigenen persönlichen Weise. Somit sind unterschiedliche Interpretationen eines Originalstoffes trotzdem erfolgreich.
WWR: In ihrer Rolle begleiten sie ein Greenhorn in den Wilden Westen, in der Realität spielt Thorsten Nindel selbst zum ersten Mal am Kalkberg. Haben sie ihm einige Tips mit auf den Weg gegeben?
UK: Das ist doch selbstverständlich, dass man Kollegen mit hilfreichen Hinweisen ausstattet. Während der Proben haben Peter Kremer und Thorsten Nindel immer mal nach verschiedenen Dingen gefragt. Die erste wichtige Erfahrung war der richtige Umgang mit der von den Microports verstärkten und übertragenen eigenen Stimme. Es ist schon ein Schock wenn man zum ersten Mal damit arbeitet und sich dann selber allerdings verzögert hört. Da kriegt man schon einen Schreck weil man sich als zu laut oder zu leise empfindet und nicht weiß, wie die Aussenwirkung nun wirklich ist. Aber das ist nur eine von vielen Hürden die man hier nehmen muss.
WWR: Worauf muss ein Schauspieler hier hinsichtlich der eigenen Stimme achten?
UK: In einem solchen Theater muss man ganz anders sprechen, d.h. getragener und deutlicher, so als wenn man einen Meter über dem Boden spielen wollte. Dabei muss man etwas überziehen aber nie zu viel! Mit Alltagssprache ist das hier nicht zu machen, da kann man nur verlieren. Eben nicht wie vor der Kamera, wo man mit Minimalismus arbeiten kann. Es gibt viele gute Schauspieler mit denen ich auch Synchronarbeiten mache, die würden hier gnadenlos versagen. Sprecher mit tollen ausdrucksstarken Stimmen, denen aber das Gespür abgeht, wie sie in einem kleinen intimen Theater, einer großen mit schlechter Akustik ausgestatteten Halle oder unter freiem Himmel sprechen müssen.
WWR: Verlässt man sich heutzutage zu sehr auf die Technik?
UK: Man verlässt sich heute zu sehr auf prominente Namen! Aber damit drängt sich eine Folgefrage auf: Wissen die Besucher hier am Kalkberg schauspielerische Qualität überhaupt zu schätzen? Oder geht es ihnen nicht vielmehr darum hinterher behaupten zu können, den ein oder anderen Prominenten live auf der Bühne erlebt zu haben? Ich weiß es nicht. Kinder erkennen die Potenz eines Darstellers besser als Erwachsene, indem sie die Darsteller nachahmen und nachspielen, die ihnen gefallen haben. Egal ob der Darsteller bekannt ist oder nicht.
WWR: Wie sah die technische Unterstützung 1982 aus?
UK: (lacht) Ganz anders! Damals war die Arena von zwei Seilen überspannt von denen jeweils 2 Mikrofone herabhingen. Die Darsteller mussten also immer darauf achten, dass sie mit ihren Pferden und Auftritten jeweils so unter den Mikrofonen auskamen, dass die Stimmen von diesen verstärkt werden konnten.
WWR: Das klingt nach einer echten Herausforderung die außerhalb der eigentlichen Rolle lag.
UK: Das Hauptproblem waren die Pferde. Die waren ja längst nicht so gut trainiert wie heute. Wir holten die Tiere unmittelbar vor den Proben von irgendeinem Bauernhof ab und waren meist völlig unerfahren. In der Folge machten die Tiere oft was sie wollten und es gab viele Unfälle. Damals war das Gefälle der Reitwege runter in die Arena noch sehr viel größer. In einer Szene ritt ich hinter dem Häuptling Tangua, gespielt von Jürgen Johanns, her. Sein Pferd geriet ins Rutschen, knickte ein und Johanns flog über den Kopf des Tieres hinweg und wurde danach vom stürzenden Tier überrollt. Dabei erlitt er einen schweren Beckenbruch und lag endlos lange im Krankenhaus. Ich konnte mein Pferd gerade noch zurückreissen sonst wäre ich in der Folge bestimmt auch gestürzt.
WWR: Insgesamt eine bewegte Saison: Old Shatterhand- Darsteller Konrad Krauss…
UK: … hat in einem Zweikampf seinem damaligen Partner Klaus Schichan die Nase gebrochen. Es war eine unglaubliche Ansammlung von Verletzungen und Unfällen. Das hat mich dann in der Folge auch davon abgehalten, weitere Angebote hier am Kalkberg zu spielen anzunehmen. Und das ist natürlich auch ein Tip für die Kollegen, die hier erstmals spielen: sich nur auf Text und Rolle zu konzentrieren kann gefährlich enden. Man muss aufmerksam seine Umgebung beobachten und insbesondere auf Verhalten und Reaktionen der Tiere achten. Die Pferde sind unglaublich sensibel für Wind, Wetter und Geräusche.
WWR: Haben sie hierzu ein aktuelles Beispiel?
UK: Sicher! Als ich in einer Probe gemeinsam mit Thorsten Nindel auf die Bühne ritt, verrutschte bei Thorsten das Mikro und es schlug nun im Rhythmus der Schrittbewegung des Pferdes gegen das lederne Jagdhemd von Thorsten. Dieses Geräusch wurde natürlich verstärkt über das Mikro übertragen. Dieses wummernde Geräusch kannten die Pferde nicht und wurden sofort unruhig und wir hatten Schwierigkeiten sie zu beruhigen. Hier kann jeden Augenblick etwas passieren.
WWR: Haben sie das Reiten auch zum persönlichen Hobby entwickelt?
UK: Nein, überhaupt nicht. In den 70er Jahren wurden im Fernsehen noch viele aufwändige Historienfilme gedreht. Zum Beispiel 1973 „Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck“. Da war es absolut notwendig, Reiten zu können.
WWR: Hatte das Fernsehen in den 70er und 80er Jahren noch eine andere Qualität?
UK: Absolut! Theater- und Literaturklassiker wurden noch zur Primetime ausgestrahlt! Verflacht ist das ganze erst mit den Privaten. Leider war man bei den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten der Meinung, sich dem in weiten Teilen anpassen zu müssen.
WWR: Ist Karl May nach ihrer Meinung heute noch erfolgreich zu verfilmen?
UK: Ich habe mir noch unmittelbar vor dieser Saison einige Karl May Filme, die ich auf einem Trödelmarkt für 1 Euro erstanden habe, angeschaut. Heute ist es schon erstaunlich, dass die Stoffe in ihrer Naivität und simplen Handlungsstrang so erfolgreich waren. Für einen erneuten Vermarktungserfolg fehlt den Zuschauern allerdings auch das Grundwissen.
WWR: Können sie dies verdeutlichen?
UK: Meine Generation kannte die Bücher in der Regel sehr gut. Wir wussten einfach, dass Sam Hawkens kahl war und von Indianern skalpiert wurde. Dieser Umstand ist bei Karl May ja auch Gegenstand einiger skurriler und komischer Momente. Hier reagiert kaum ein Zuschauer wenn ich die Perücke abnehme und den Umstand meines fehlenden Haupthaares erläutere. Das müsste ich eigentlich viel ausführlicher spielen um den notwendigen Lacher oder Schmunzler zu erhalten. Nur wenige Besucher kennen eben noch Karl Mays Geschichten und seine Figuren. Das Vorwissen beim Publikum ist meist nicht mehr vorhanden. Alles hat irgendwann sein Ende. Die Jerry Cotton Serie genauso wie Karl May. Klassiker in ihrer Weise, heute aber oft schon belächelt. Eine neue Verfilmung – sie müsste ganz anders sein. Wahrscheinlich würde sie unter amerikanischer Leitung funktionieren. Als deutsche Produktion wohl eher nicht.
WWR: Was hat dann ihre Meinung hinsichtlich der Risiken geändert?
UK: 2001 habe ich in Hamburg gearbeitet und privat noch einmal die Bühne in Bad Segeberg besucht. Als ich Arthur Brauss und Horst Janson sah dachte ich bei mir: die sind ja noch älter als ich! Was die können, kann ich auch!
WWR: Diesen Beweis haben sie nun eindrucksvoll geliefert! Was ist das Geheimnis ihrer Vitalität und Spielfreude?
UK: Es kommt immer auf die innere Einstellung an. Es gibt Kollegen, die sind schon weit über 70 und wirken privat auch alt und gebrechlich. Aber auf der Bühne entwickeln sie eine Energie, die man ihnen nie zugetraut hätte. Ähnliches gilt für Erkrankungen oder Verletzungen. Mit der richtigen Einstellung überwindet man dies und liefert eine tolle Leistung ab. Eine Fähigkeit, die allerdings bei den jüngeren Darstellern immer seltener zu finden ist. Da werden wegen Kleinigkeiten ganze Vorstellungen abgesagt. (grinst) Heute gibt es in unserem Job schon eine ganze Menge Weicheier.
WWR: Nun aber zu ihren Eindrücken der drei Winnetou-Darsteller mit denen sie gearbeitet haben…
UK: Oh, eines haben alle drei gemeinsam: sehr körperlich und sportlich. Klaus-Hagen Latwesen war ja ehemaliger 5-Kampf-Meister. Der brachte also so Dinge wie neben einer Kutsche herzureiten und dann im Galopp dort hinüber zu springen. Gojko Mitic ist durch seine Physis und sein imposantes Erscheinungsbild ja erst zu dem geworden, was er dann später war: DER Filmstar der Defa in der damaligen DDR. Erol Sander setzt diese Tradition fort. Er ist ebenfalls sehr körperlich und sehr präsent auf dieser Bühne und agiert mit großer Spiellaune. Mich hat er bereits nach wenigen Probentagen voll überzeugt und das habe ich ihm auch sehr früh so gesagt.
WWR: War das Team im Vorfeld nervös mit Blick auf die Bedeutung dieser Saison?
UK: Nein, überhaupt nicht. Eine besondere Saison weil alles neu ist? Prima! So etwas kann doch auch im Team nur Neugierde wecken!
WWR: Bisher liegen die Zuschauerzahlen hinter dem Zeitziel der vergangenen Saison. Worin sehen sie die Gründe?
UK: Das wird wohl niemand mit Sicherheit sagen können. Es hat auch sicher nichts mit dem Abschied von Gojko Mitic zu tun. Liegt es an dem bescheidenen Wetter der letzten Wochen? Mit Sicherheit hat es etwas damit zu tun. Wegen der Schauspielerleistung? Jeder gibt hier sein Bestes! Auch wenn es hinter der Bühne mal kracht, jemand mal schlechte Laune hat oder an Blessuren leidet, so sind wir doch alle Profis die da draußen ihr Bestes geben. Mehr können wir nicht tun. Der Rest ist eben das Geschäftsrisiko des Veranstalters.
Am Kalkberg gibt es mancherlei Risiko – persönliches wie kaufmännisches. Wir alle dürfen gespannt sein, wie die Endabrechnung aussieht! Dem ganzen Team sei hierbei besseres Wetter und ein verletzungsfreies Arbeiten gewünscht.
Bilder: Andreas Hardt & HG Stricker