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Weitensfeld – Kein Karl May aber gutes Theater »


25. August 2010 | 19:08 | Geschrieben von Heinz-Gerd

WWR aktuell: Interview mit Ingo Naujoks

“Der Mann mit den zwei Gesichtern”

Interview mit Ingo Naujoks von Andreas Hardt & Malte Gleßmann

Es gibt Schauspieler, deren Vita sich in weiten Teilen identisch liest: Schulabschluss, Ausbildung an der Schauspielschule XY, Auslandsaufenthalt, Praktikum hier, Zusatzausbildung da, Engagement in Soap Kennichschon und Habichschongesehen. Dann mal ein Theaterengagement usw. Umso interessanter wirken jedoch diejenigen Mimen, deren Lebensweg hiervon deutlich abweicht, wo man beim Lesen schon spürt, dass einige ungewöhnliche Momente deren Werdegang auszeichnen. Ein solcher Mann wirkt in diesem Jahr in der Aufführung „Halbblut“ am Fuße des Kalkbergs mit: Ingo Naujoks.

WWR: Herr Naujoks, ist Karl May nicht nur was für Spießer? Alles so schön einfach, schwarz und weiß, Gut und Böse…

IN: (lacht) Die Einfachheit in der Betrachtung – das stimmt schon. Aber ich glaube, das hat nichts mit einer „Spießer“-Haltung zu tun. Wir leben in einer so globalen Welt, in der uns tausende von Meinungen, Eindrücken und Informationen zugänglich sind, eine Welt in der es kaum einen Winkel gibt in den man nicht hineinzoomen oder zappen kann, das es manchmal doch ganz schön ist, wenn man Dinge und Sachverhalte vereinfachen kann. So ist es ein großer Vorteil von Karl May, dass die Zuschauer sich neben einer sehr komplizierten realen Welt auf ein etwas eindeutigeres und klareres Erlebnis einlassen können. Das ist eine Welt, in der jeder weiß, wo er steht, ohne wenn und aber.

Das komplette Interview gibt es wie gewohnt hier


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