Aktuelles
27. April 2012 | 10:40 | Geschrieben von Heinz-Gerd
Die Karl May Spiele Bad Segeberg haben soeben Ihr Plakat für die Spielzeit im Karl May Jahr2012 veröffentlicht.
Nachfolgend die Pressemitteilung der Karl May Spiele
Erstmals mit QR-Code: Per Handy sofort auf der Homepage der Karl-May-Spiele
Bad Segeberg. Winnetou prescht auf seinem prächtigen Rappen Iltschi auf den Betrachter zu, in der Hand die berühmte Silberbüchse. So reitet TV-Star Erol Sander auf dem Plakat der Karl-May-Spiele in ein neues Abenteuer, umrahmt von den Gaststars der aktuellen Inszenierung „Winnetou II“. Die Karl-May-Spiele setzen in diesem Jahr wieder auf die Kunst des Weltstars Renato Casaro und erstmals auf eine Art 3-D-Titelzeile im kultigen Cinemascope-Stil.
Verblüffend realistisch getroffen hat Renato Casaro die drei Gaststars der Karl-May-Spiele: Timothy Peach als Schurke „Santer“, Dunja Rajter als Voodoopriesterin „Marie Laveau“ und Mola Adebisi als „Massa Bob“. Auch auf die prächtigen Stadtvillen von New Orleans, die Armee der amerikanischen Nordstaaten und eine mexikanische Goldmine, in der es zum spektakulären Showdown kommt, können sich die Zuschauer schon beim Betrachten des Plakates einstimmen.
Ein besonderer Hingucker auf dem Plakat: Renato Casaro hat den Plakat-Titel „Winnetou II“ so angelegt, wie früher die Filme in der Breitband-Version Cinemascope angekündigt wurden: mit einem strahlenden gelb-orangen Farbflash, über den Köpfen der Schauspieler. „Diese ungewöhnliche Idee wird an den Litfasssäulen und Plakatwänden für große Aufmerksamkeit sorgen“, sagt Karl-May-Geschäftsführerin Ute Thienel. Außerdem kommt durch diese dreidimensionale Art der Darstellung auch Winnetous rasanter Ritt noch besser zur Geltung.
„Wir sind stolz, dass Renato Casaro seit 19 Jahren unsere Plakate im Stil der legendären Westernmotive malt und damit deutlich macht, dass die Karl-May-Spiele auch für ihn etwas Besonderes sind“, erklärt die Geschäftsführerin. Die Karl-May-Spiele sind weltweit das einzige Theater, für das Renato Casaro arbeitet. Darüber freuen sich auch die Karl-May-Fans. Ute Thienel: „Unsere Plakate sind ein begehrtes Souvenir, das Tausende von Besuchern im Freilichttheater kaufen.“
Neu ist in diesem Jahr ein besonderer Service: Die Karl-May-Plakate und der neue Werbe-Flyer haben jetzt einen QR-Code. Der große Vorteil: Wer ein internetfähiges Handy zur Hand hat, kann es an den QR-Code halten und damit direkt auf der Internetseite www.karl-may-spiele.de landen, ohne auch nur die Web-Adresse eingeben zu müssen. Dort kann man sich über die aktuelle Inszenierung informieren, die Schauspieler kennen lernen, viel Wissenswertes zur Anreise erfahren und Karten bestellen. Einfacher und schneller geht es nicht.
Insgesamt hängen die über 20.000 Plakate an rund 6.000 Litfasssäulen, aber auch in Geschäften und Tourismusverwaltungen. Zur Werbeoffensive für „Winnetou II“ gehören außerdem 500.000 Prospekte. Die Karl-May-Spiele sind im gesamten norddeutschen Raum mit ihrer Werbung vertreten. Plakatiert wird nicht nur in Schleswig-Holstein und Hamburg, sondern auch in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Am Hamburger Hauptbahnhof weisen Großplakate auf die Karl-May-Spiele hin. Die 500.000 Prospekte werden unter anderem in Hotels, Pensionen, Tourismuszentren, Stadtverwaltungen und Restaurants ausgelegt.
Das wichtigste Wiedererkennungsmerkmal in der Werbung der Karl-May-Spiele ist das prächtige Plakat, das seit 1993 – mit einer einzigen Ausnahme – von Renato Casaro gestaltet wird. Der italienische Künstler hat schon sämtliche Motive für die Kult-Filme mit Terence Hill und Bud Spencer gemalt – ebenfalls für „Amadeus“, „Misery“, „Für eine Handvoll Dollar“ und „Es war einmal in Amerika“ . 1992 wurde seine Arbeit für „Der mit dem Wolf tanzt“ als bestes Filmplakat ausgezeichnet.
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19. April 2012 | 10:55 | Geschrieben von Heinz-Gerd
Die Karl May Spiele gaben soeben die letzten Namen für das Ensemble der Saison 2012 bekannt. Drei bekannte und fünf neue Gesichter komplettieren das Ensemble um Erol Sander, Mola Adebisi, Dunja Raijter und Timothy Peach. Mit Nicolas König, Matthias Engel und Joshy Peters gib es éin Wiedersehen am Kalkberg. Fünf Schauspieler sind dagegen “Greenhorns” und erstmals im Ensemble dabei
Die Rolle des „Old Shatterhand“ übernimmt zum neunten Mal der Hamburger Joshy Peters. Er feiert sein 25-jähriges Jubiläum am Kalkberg. Schon 1987 ritt er als Winnetous Blutsbruder durch die Arena. Seither hat er nur in wenigen Spielzeiten pausiert. Für Nicolas König – ebenfalls aus der Hansestadt – ist es der neunte Prärie-Sommer. Nach vielen Jahren als Indianer ist er diesmal als weißer Bösewicht zu sehen: Er spielt den verschlagenen Betrüger „Gibson“, der mit angeblichen Heiltränken handelt. Mathias Engel steht zum vierten Mal in Folge im Karl-May-Ensemble. Im Vorjahr hatte er eine Doppelrolle. In diesem Jahr spielt er den „Bankier Ohlert“, den Vorarbeiter „Fred Harton“ und einen mexikanischen Edelmann: „Senor Atanasio“.
Fünf Schauspieler geben ihr Debüt am Kalkberg. Jörg Kleinau verkörpert den legendären Scout „Old Death“. Fabian Monasterios übernimmt zwei Rollen: Er spielt den Comanchen-Häuptling „Oyo-Koltsa, der Weiße Biber“ und den spanischen Waffenschieber „Cortesio“. Der „Doc“ in New Orleans mit dem nicht gerade Vertrauen erweckenden Namen „Dr. Traugott Murksheimer“ aus Taucha bei Leipzig ist Frank Roder. Der junge Bankierssohn „William Ohlert“ wird von Manuel Klein gespielt. Miriam Busch wird als „Milly“ und damit als Schwester von „Massa Bob“ zu sehen sein.
Jörg Kleinau: Old Death
Jörg Kleinau gibt sein Debüt am Kalkberg – und das gleich als legendärer Scout „Old Death“. Seine Ausbildung machte er an der Staatlichen Schauspielschule in Rostock. Es folgten erste Engagements in Stralsund, in Rostock, am Theater der Jungen Generation in Dresden und in Greifswald. In der DDR war Jörg Kleinau ein viel beschäftigter DEFA-Schauspieler. Er spielte in Historienfilmen mit, aber auch in Fernsehserien. Darunter sind TV-Klassiker wie „Front ohne Gnade“, „Die Leute von Züderow“ und „Zahn um Zahn“. Nach der Wende setzte er seine Karriere in Serien wie unter anderem „Schwarz, Rot, Gold“, „Im Namen des Gesetzes“, „Doppelter Einsatz“, „Von Fall zu Fall“, „Der Landarzt“, „Alphateam – Lebensretter im OP“ und „Marienhof“ fort. Auch drehte er die Inga-Lindström-Verfilmung „Das Erbe der Granlundas”. Jörg Kleinau spielt aber auch weiterhin Theater. Er gehört seit 1995 zum Team des Berliner “Galgentrio”, das mit „Ganz ohne Weiber geht die Show’se nicht“ oder der Wilhelm Busch-Satire „Na dann Prost“ nicht nur durch Deutschland tourt. Zuletzt war er in „Keine Leiche ohne Lilly“ und als Athos und Herzog von Buckingham in „Die drei Musketiere“ zu sehen
Fabian Monasterios: Oyo-Koltsa, der Weiße Biber/Cortesio
Der Mann beherrscht Bühnenkampf, Fechtchoreografie, Tanz, Akrobatik, verschiedene Kampfsportarten und Triathlon. Jetzt wird Fabian Monasterios im Wilden Westen von Bad Segeberg als
„Oyo-Koltsa, der Weiße Biber“ und als spanischer Waffenschieber „Cortesio“ zeigen, was er alles draufhat. Er wurde 1977 in Hamburg geboren. Fabian Monasterios besuchte vier Jahre lang die Schauspielschule Arturo in Köln. Dort machte er 2004 seinen Abschluss. Neben dem Studium hatte er bereits mit dem Schauspielhaus Düsseldorf an der Kulturolympiade in Griechenland teilgenommen. Anschließend ging er in die USA, um bei Eric Morris in Los Angeles weiter zu studieren. Er kehrte aber wieder nach Deutschland zurück und widmete sich zunächst ganz dem Theater. Nach verschiedenen Engagements als Gast wurde er schließlich festes Ensemblemitglied der Landesbühne Niedersachsen Nord. Parallel drehte er für Film und Fernsehen. Zuletzt stand er für Sven Knüppels Spielfilm „Blood Panzer“ vor der Kamera. Musikalisch ist er übrigens auch. Er singt (Bariton) und spielt neben der Gitarre auch Klavier.
Frank Roder: Der Doc alias Dr. Traugott Murksheimer
Wenn einer aus Riesa an der Elbe stammt, dann bringt er den richtigen Dialekt für „Dr. Traugott Murksheimer“ gleich mit: Frank Roder, ein waschechter Sachse. Er studierte erst Rechts- und später Theaterwissenschaften. Als Schauspieler führten ihn Engagements unter anderem nach Berlin, Dresden, Leipzig, Quedlinburg und Wittenberg. Er spielte schon Martin Luther, Mephisto und den Inquisitor in „Der Name der Rose“. In der Rolle des „Pit Schumm“ erlebte er zuletzt eine erfolgreiche Uraufführung der Oper „Macky und die Detektive“ beim Kurt-Weill-Fest Dessau. Er brachte viele Eigenproduktionen mit dem Comedytrio „Max Gaudio“ auf die Bühne. Im Kino spielte er im Streifen „Gangs“ an der Seite von Jimi Blue Ochsenknecht und in „Thank you, Mr. President“ mit Nicole Heesters. Fernsehzuschauer kennen ihn aus Serien wie „Unser Charly“ oder „Notruf Hafenkante“. Apropos Hafen: Frank Roder ist Ensemblemitglied des traditionsreichen Hamburger Theaterschiffs.
Manuel Klein: William Ohlert
Ein Schauspieler mit einer Menge Musik im Blut übernimmt die Rolle des labilen Bankierssohns „William Ohlert“. Der gebürtige Augsburger Manuel Klein gehört zum ersten Mal dem Karl-May-Ensemble an. Er wechselte nach zwei Semestern Grafik-Design in München zu Film und Schauspiel auf die Academy Of Art University in San Francisco. Dort übernahm er unter anderem die Hauptrolle im Film „Fat, Drunk And Angry”. Zurück in München spielte er sein erstes Soloalbum mit eigenen Songs ein und absolvierte seine Schauspielausbildung auf der Internationalen Schule für Schauspiel und Acting sowie eine Gesangsausbildung auf der Otto-Falckenberg-Schule. Nebenbei gründete Manuel Klein die Folk-Rock-Band „The Yeah! Heavies”.
Engagements führten ihn an das Junge Theater Bremen, das Acud Theater Berlin, das Hamburger Sprechwerk, das Theater Bonn und das Altonaer Theater Hamburg. Seit 2009 ist er
Ensemblemitglied des Bonner Fringe-Ensembles. Neben dem Theater drehte er für „Anna und die Liebe“ (Sat.1), „Meine Frau – Mein Chef“ (ARD) und „Mein Mann, seine Geliebte und ich” (ZDF). Manuel lebt seit 2008 in Hamburg.
Miriam Busch: Milly
Die Rolle der „Milly“ wurde extra für das Abenteuer „Winnetou II“ geschrieben. Die junge Frau, die bis vor kurzem als Sklavin gelebt hat, verliebt sich in den jungen Bankierssohn „William Ohlert“ – doch die Welt ist im Jahre 1885 noch nicht reif für eine Beziehung zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarben. Gespielt wird „Milly“, die Schwester des gewitzten „Massa Bob“, von Miriam Busch. Sie ist im Raum Hamburg geboren und aufgewachsen. Für ihr Schauspielstudium ging sie in die Schweiz. Die Zürcher Hochschule der Künste verließ sie im vergangenen Jahr mit dem Bachelor-Diplom. Während
ihres Schauspielstudiums war sie Stipendiatin der Alexis-Victor-Thalberg-Stiftung. Sie wurde außerdem für ihre Leistung als „Puck“ aus „Ein Sommernachtstraum“ mit dem Förderpreis der Hochschule ausgezeichnet.
Seit einigen Monaten lebt und arbeitet sie als freie Schauspielerin und Sprecherin in Berlin. In ihrer ersten Spielzeit nach Ende des Studiums war sie in verschiedenen Engagements in der Schweiz und Deutschland tätig. Außerdem arbeitete sie als Sprecherin bei diversen Lesungen und für Audioaufnahmen.
Nachfolgend noch Infos zu den bekannten Gesichtern:
Mathias Engel: Fred Harton, Mr. Ohlert, Senor Atanasio
Zwei Jahre lang hat Mathias Engel in Bad Segeberg schon Doppelrollen gespielt, aber jetzt legt er erst richtig los: Er verkörpert den Vorarbeiter Fred Harton, den Bankier Mr. Ohlert und den mexikanischen Edelmann Senor Atanasio. Seine Ausbildung absolvierte er im Studio Halle der Leipziger Theaterhochschule „Hans Otto“. Mit Eva Habermann drehte er den Kinofilm „Bauernfrühstück“. Außerdem hat er im Fernsehfilm „Fires Of Faith“ die Rolle des Martin Luther verkörpert. In seiner Vita finden sich neben Fernsehserien wie „Polizeiruf 110“ auch viele TV-Filme wie „Die Jahrhundertflut“ und jede Menge Theater - von der „Kaktusblüte“ bis zu den „Buddenbrooks“. Mit „No Reason“ hat er sogar schon einen Horrorfilm gedreht. Seit der Saison 2011 war er in der Show „Dinner For Six“ als „Mr. Winterbottom“ zu sehen und spielte im Beatles-Musical „All You Need Is Love“.
Nicolas König: Gibson
Er kann komisch sein, er kann unheimlich fies sein – und in Actionszenen lebt er sich so richtig aus: Nicolas König. Zum neunten Mal innerhalb von 20 Jahren ist er im Bad Segeberger Freilichttheater mit von der Partie. Erstmals seit 1996 spielt er keinen Indianer, sondern einen Weißen: „Gibson“, einen skrupellosen Schurken. Nicolas König gehört seit Jahren zu den gefragtesten Sprechern, wenn es um Werbespots geht. Sein Gesicht ist besonders den Fans von Actionserien vertraut. Er war Hauptdarsteller in den Serien „Die Rettungsflieger“ (ZDF) und „Die Feuerengel“ (RTL). Der 43-Jährige hat aber auch schon allerlei romantische Streifen gedreht – zum Beispiel die Inga-Lindström-Verfilmung „Der Zauber von Sandbergen“ und den Rosamunde-Pilcher-Streifen „Im Licht des Feuers“. Er drehte auch schon für „R.I.S. – Die Sprache der Toten“, „Soko Stuttgart“ und „Da kommt Kalle“. Aktuell ist er in die RTL-Comedy-Produktion „Ich bin boes“ eingebunden. Durchgängige Serienrollen verkörperte er als „Gaston Dubois“ in „Eine für alle“ und als „Tim Matthiesen“ in „Rote Rosen“.
Joshy Peters: Old Shatterhand
Seit genau 25 Jahren gehört Joshy Peters – mit wenigen Unterbrechungen – zum Karl-May-Ensemble. 1987 fing er als „Old Shatterhand“ an. Diese Rolle spielt er in dieser Saison zum neunten Mal. Das ist Rekord in Bad Segeberg. Der 54-Jährige war am Kalkberg aber auch schon Indianer, Schurke, Winnetous Vater und Mörder oder sogar Komiker. Joshy Peters spielt gern Theater, seine sonore Stimme ist aber auch im Tonstudio gefragt: Er ist „Station Voice“ der NDR Welle Nord. Er spricht aber auch häufig Dokumentationen. Als Schauspieler war er in etlichen Serien zu sehen – von den „Rettungsfliegern“ bis hin zu „Tatort“ und „Fünf Tage Vollmond“. Kino-besucher kennen ihn aus „Karniggels“ und „Absolute Giganten“. Zuletzt drehte er den Kinofilm „Der letzte Pate“, eine internationale Co-Produktion. Er spielte „Giorgio“, den Gegenspieler des Paten.
Quelle und Bilder: Kalkberg GmbH
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30. März 2012 | 7:00 | Geschrieben von Heinz-Gerd
Für 100 Jahren endete die bis heute erfolgreichste Karriere eines deutschsprachigen Schriftstellers. Karl May, noch bis heute populär, hat ganze Generationen fasziniert. Noch heute hat der Mayster eine große Anhängerschar und seine Werke sind weiterhin Motive für Festspielbühnen und Autoren. Auch über eine erneute Verfilmung seiner wohl berühmtesten Figuren, Old Shatterhand und Winnetou, wird in diesen Tagen viel spekuliert.
Zum seinem 100. Todestag wird heute um 11 Uhr mit einer Kranzniederlegung an den Schriftsteller Karl May erinnert. Im Anschluss an die Zeremonie am Grab in Radebeul soll zudem ein neues Gebäude mit Erlebnispfad auf dem Gelände des Karl-May-Museums in Radebeul eröffnet werden.
Als Karl May am 30. März 1912 an einem Herzinfarkt stirbt, hat er Höhen und Tiefen erlebt wie kaum ein anderer. Dennoch ist seine Popularität bis heute ungebrochen. Freilich, seine Bücher findet man unter dem Weihnachtsbaum nur noch selten, aber seine Abenteuer leben mit Rekordzahlen auf Festspielbühnen weiter. Auch Pierre Brice, der May Romanfigur „Winnetou“ seinen großen Erfolg und Ruhm zu verdanken hat, wird nicht müde vom „Geist Karl Mays“ zu sprechen und so Karl May immer wieder ins Gespräch zu bringen. Auch die
populären Verfilmungen aus den sechziger Jahren erzielen, obwohl bereits x-fach gesendet, noch immer gute Einschaltquoten und sind aus dem Fernsehprogramm an Feiertagen nicht wegzudenken.
Karl Mays Abenteuer wurden schon oft totgesagt, aber wie heißt es so schön: Totgesagte leben länger! Und so dürfen wir uns sicher sein, das es spätestens 2062 wieder ein Karl May Jahr geben wird. Dann zum 150. Todestag.
Ruhe in Frieden großer Mayster!
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9. März 2012 | 20:12 | Geschrieben von Malte
Alle Jahre wieder – und so auch 2012. Es ist Freitagmittag kurz vor 12 und es tummeln sich zahlreiche Journalisten vor dem Eingang des Indian Village in Bad Segeberg. Die Fans wissen was das heißt: Eine Pressekonferenz steht an. Bei eisiger Kälte begrüßte Ute Thienel mit kurzen Worten alle Anwesenden. Und dann hieß es auch schon Vorhang, oder besser gesagt Tor auf, für die ersten zwei Gaststars:
Mola Adebisi als gewitzter, aber sympathischer Saloonbesitzer “Massa Bob”
In Ihrer Ansprache für den gebürtigen Uelzner kündigte Geschäftsführerin Ute Thienel bereits an, dass eine der
diesjährigen Spielstätten, New Orleans, bekannt für den multikulturellen Flair sei. Und um diesen Flair in den Wilden Westen von Bad Segeberg zu holen, verpflichteten die Karl-May-Spiele in der Rolle des “Massa Bobs” das vorallem durch den Musiksender VIVA bekannten Multitalent Mola Adebisi. Worauf er sich bei diesem Abenteuer eingelassen hat, weiß der Publikumsliebling nach eigener Aussage noch nicht so richtig. “Ich habe einfach ja gesagt, ohne die Bühne vorher gesehen zu haben und ohne genau zu wissen, wie meine Rolle aussieht, denn das fertige Textbuch liegt mir noch nicht vor.”
Aber ein Kindheitstraum geht für Ihn trotzdem in Erfüllung, denn die Filme habe er schließlich gesehen, die Bücher aber eher weniger gelesen. Während der Probenphase möchte er seine Rolle “verstehen”, um sich richtig rein finden zu können und sie somit glaubwürdig auf die Bühne zu bringen. Vielleicht schafft er es in dieser Zeit auch, seine Angst vor Pferden zu überwinden, denn diese Lebewesen sind ihm nicht ganz geheuer.
Dunja Rajter als einflussreiche und faszinierende Voodoopriesterin “Marie Laveau”
“Back to the roots” heißt es für Schauspielerin Dunja Rajter. Nachdem Sie 2003 bereits neben “Old Surehand”
(Wayne Carpendale) als Saloonbesitzerin glänzte, verkörpert Sie in diesem Jahr eine reale, historische Persönlichkeit: “Marie Laveau”. Für die aus Kroatien stammende Schauspielerin ist dies eine ganz besondere Herausforderung. Dieser nimmt sie sich aber gerne an und bereitet sich schon jetzt akribisch auf Ihre neue Rolle vor. Im Stück selbst wird Sie durch die Ihr gegebenen Fähigkeiten so manche Gefahr erahnen und dafür sorgen, dass am Ende alles gut ausgeht.
Karl-May-Fans dürfte Sie auch über Ihr Engagement 2003 am Kalkberg hinaus, auch aus den Winnetou-Filmen “Winnetou I” und “Unter Geiern” bekannt sein. Hier wirkte Sie an der Seite von Leinwand-Winnetou Pierre Brice mit.
Nun ist Sie aber wieder “Zuhause” angekommen, wie sie selbst sagt. Das tolle Team aus der Saison 2003 ist für Sie wie eine große Familie geworden und Sie freut sich bereits jetzt auf den Probenbeginn am 20. Mai. Zuvor liegen jedoch noch zwei andere Projekte an. Ein Filmprojekt in Ihrer Heimat und ein Liederabend in Frankfurt hat Sie noch zu überstehen, bevor Sie dann Ihre Rückkehr in den Wilden Westen feiern kann.
Jetzt fehlte nur noch einer, denn auch Timothy Peach gibt in diesem Jahr seinen Einstand am Segeberger Kalkberg. Kaum war das Tor geöffnet, trabte er hoch zu Ross ein:
Timothy Peach als fiesester Schurke aus Karl Mays Feder “Santer”
Ein schwarzer Reiter auf einem weißen Pferd. So wird sich der Schurke in diesem Jahr präsentieren. Und dieser wird von keinem geringerem als dem
bekannten Schauspieler Timothy Peach verkörpert. Der aus zahlreichen Heimatfilmen und Romanzen bekannte Darsteller freut sich nun darauf, endlich mal ein Böser zu sein. Nach eigenen Angaben wird das Publikum einen Bösewicht sehen, der sein Geheimnis lange bewahren wird, bevor er schließlich zuschlägt.
Auf dem Rücken der Pferde fühlt sich der in München geborene Schauspieler ebenfalls pudelwohl. Er ist sich jedoch auch bewusst, dass es in Segeberg etwas anderes ist, als ein gemütlicher Ritt über Felder und Wiesen. Und so hat er sich bereits jetzt auf ein hartes Reittraining eingestellt, bei dem “Poposchmerzen” wohl nicht ausbleiben werden.
Auf Freilichtbühnen stand er in Deutschland schon oft. Augsburg, Bad Hersfeld und Feuchtwangen sind nur einige seiner Theaterstationen. Aber auf einer solch gewaltigen Bühne wie der in Segeberg stand er noch nie. “Wenn es gut läuft, sitzen 8000 Zuschauer dort unten und du musst eine perfekte Live-Show abliefern, denn die Leute bezahlen viel Geld um diese zu sehen. Wenn im Film ein Pferd nicht so will wie du, kann die Szene einfach nochmal gedreht werden. Das ist hier nicht möglich, du musst dann einfach weiter spielen, auch wenn es schwer ist.”
Das Publikum darf sich in diesem Jahr auf ein selten gespieltes Stück mit drei bekannten Gesichtern aus Film und Fernsehen freuen. Bühnenbildtechnisch wird es in diesem Jahr auch einige neue Schauplätze geben. Neben der Hafenstadt New Orleans wird auch eine prächtige Hacienda in Mexiko und eine Goldmine in den Bergen nachgebaut. Wir wollen die typischen “Säulen” der Südstaaten die Kalkberg-Arena holen”, so Ute Thienel. Ob dies gelingt, können die Zuschauer ab dem 23. Juni in rund 72 Vorstellungen im Wilden Westen von Bad Segeberg sehen.
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